Nachhaltigkeitsstrategie Hessen

Lernen und Handeln für unsere Zukunft

Schulwettbewerb

Unsere Schule 2030 – Aus Träumen wird Nachhaltigkeit

Was zeichnet eine nachhaltige Schule der Zukunft aus? Wie gelingt es, den Schulalltag nachhaltig(er) zu gestalten? Und welche Veränderungen braucht es dazu? Das wollten wir mit dem Kreativwettbewerb „Unsere Schule 2030 – Aus Träumen wird Nachhaltigkeit“ von den hessischen Schülerinnen und Schülern (ab Klasse 5) erfahren.

Die Nachhaltigkeitsstrategie Hessen unterstützte mit dem Wettbewerb den „Monat der Nachhaltigkeit“, den das Kultusministerium und die Hessische Lehrkräfteakademie im November 2020 ausgerufen hatten.

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Die Gewinnerinnen und Gewinner stehen fest

Am 25. Februar zeichnete Umweltministerin Priska Hinz im Rahmen einer digitalen Preisverleihung die Gewinnerschulen aus und überreichte jeder Schule symbolisch eine Urkunde, die mit einem Preisgeld in Höhe von 4.000 Euro verbunden ist. Eine Fachjury hatte Ende Januar aus insgesamt 32 Einreichungen die sechs überzeugendsten und kreativsten Konzepte ausgewählt. Außerdem wurde ein symbolischer Sonderpreis für einen selbstgeschriebenen Nachhaltigkeitssong verliehen.

Die Ministerin dankte den Schülerinnen und Schülern und ihren Lehrkräften für ihre Visionen eines nachhaltigen Schullebens 2030 und die kreativen Konzeptaufbereitungen - als Video, Poster oder auch (online) Spiel - und wünscht viel Erfolg bei der Realisierung der Projekte. Das Preisgeld dient den Schulen als Starthilfe für die ersten Umsetzungsschritte zur Verwirklichung ihrer Visionen.

Das sind unsere Gewinnerinnen und Gewinner:

  • Bundespräsident-Theodor-Heuss-Gymnasium in Homberg Efze
  • Erlenbachschule in Elz
  • Freiherr-vom-Stein-Gesamtschule in Hessisch Lichtenau
  • Förderschule Friedrich-von-Bodelschwingh in Hofheim am Taunus
  • Haupt- und Realschule Friedrich-Stoltze in Königstein im Taunus
  • Kaiserin-Friedrich-Gymnasium in Bad Homburg
  • Rehbergschule in Herborn (Sonderpreis)
Umweltministerin Priska Hinz bei der virtuellen Preisverleihung am 25. Februar 2021
Umweltministerin Priska Hinz
© Nachhaltigkeitsstrategie Hessen
„Der Wettbewerb zeigt, dass Schülerinnen und Schüler sehr gute und auch umsetzbare Ideen haben. Und dass sie aktiv zu einer nachhaltigen Schule beitragen möchten. Wenn man bedenkt, dass an vielen Schulen im Bewerbungszeitraum aufgrund verschärfter Corona-Maßnahmen auf Distanz unterrichtet wurde, ist das Engagement umso bemerkenswerter. Ich danke allen Schülerinnen und Schülern, die zusammen mit ihren Lehrerinnen und Lehrern Konzepte erarbeitet haben, um ihre Visionen eines nachhaltigen Schullebens anhand von Postern, Kurzvideos, Spielen oder Bastelarbeiten greifbar zu machen“, erklärte die Ministerin.
 

Der Wahlunterricht Nachhaltigkeit der Klasse 9 der Bundespräsident-Theodor-Heuss-Schule aus Homberg Efze erstellte Plakate, Padlets (digitale Pinnwände) und Präsentationen unter anderem zu den Themen „Nachhaltige Stadt“, „Welt der Zukunft“, „Wimmelbild Nachhaltigkeit“ und „Schule 2030“.

In ihrem Konzept greifen die Schülerinnen und Schüler die Bereiche Schulleben, Außengestaltung und Energie erneut auf und träumen von der Gründung einer Garten AG, dem Anlegen von Beeten, Gewächshäusern sowie Blumenwiesen und Insektenhotels auf dem Schulgelände.

Der Theaterkurs der 5. Klasse an der Erlenbachschule aus Elz erstellte ein 10-minütiges Video. Die Schülerinnen und Schüler bringen darin soziale Themen wie Zusammenhalt und Mobbing zur Sprache und diskutieren über Umwelt- und Mobilitätsfragen.

In den Theaterszenen träumen die Schülerinnen und Schülern auch von einer nachhaltigen Schulverpflegung an ihrer Schule. In ihren Träumen gibt es einen Getränkeautomaten mit kostenlosem Wasser und Apfelschorle auf dem Schulhof sowie kostenloses (Mittag-)Essen.

Der Leistungskurs Erdkunde in der Q1 der Freiherr-vom-Stein-Schule aus Hessisch Lichtenau erstellte einen interaktiven Videobeitrag. In einer kurzen Einführung erläutert eine Schülerin als Frau Holle die Grundidee des Projekts. Dann können auf einem Grundriss des Schulgeländes einzelne Bereiche wie Schulgarten, Komposter oder Dachgarten angeklickt werden, in denen mittels Einzelvideos verschiedene Aspekte erklärt und grafisch dargestellt werden.

Im Video träumen die Schülerinnen und Schüler von der Schaffung eines nachhaltigen ökologischen Klassenzimmers im Innenhof und dem Bau von Hochbeeten. Besonders Kooperationen mit anderen schulischen Bereichen wurden bei der Konzepterstellung einbezogen, ebenso wurden Anleitungen eingebunden.

Ausschnitt aus dem interaktiven Video
Ausschnitt aus dem interaktiven Video
© Freiherr-vom-Stein-Gesamtschule Hessisch Lichtenau

Die Friedrich-von-Bodelschwingh-Schule aus Hofheim überzeugte die Jury mit dem Upcycling-Projekt „Welcome-Baby-Bags“. Die Schülerinnen und Schüler aus dem 10.-13. Schulbesuchsjahr erstellten einen bebilderten Projektplan. In diesem wird zu Beginn dargestellt, welche nachhaltigen Aktivitäten die Schule bereits ausführt, aber auch, wohin sie möchte. Dabei werden die Welcome-Baby-Bags in zahlreiche begonnene Upcycling-Aktivitäten eingebettet.

In dem Projektplan träumen die Schülerinnen und Schüler davon, Welcome-Baby-Bags zusammenzustellen und diese ab Sommer 2021 in Kooperation mit Babylotsen zu verteilen und so neben der Nachhaltigkeit auch einen sozialen Beitrag zu leisten.

Hier finden Sie den Projektplan

Upcycling - nachhaltig handeln - wir schenken Dingen ein zweites Leben
Upcycling-Projekt
© Förderschule Friedrich-von-Bodelschwingh Hofheim am Taunus

In einem Gemeinschaftsprojekt der Klassen 7 bis 9 erstellten Schülerinnen und Schüler der Friedrich-Stoltze-Schule aus Königstein den Plan für einen Buchstabengarten. Gemüse-, Obst- und Kräuterbeete sollen in Form von Buchstaben, die den Schriftzug „GEMEINSAM WACHSEN“ ergeben, angelegt werden. Der Leitsatz wird sowohl buchstäblich als auch metaphorisch bewusst verwendet, so spiegelt die Pflanzenauswahl die Vielfalt der Schule wider.

In dem Konzept träumen die Schülerinnen und Schüler davon, vorhandene Biotope zu integrieren und denken Notwendigkeiten wie Regenwassertonnen und Kompost mit. Gleichzeitig soll der Garten als „grünes Klassenzimmer“ in unterschiedliche Fächer einbezogen werden.

Die Klasse 6bc des Kaiserin-Friedrich-Gymnasiums in Bad Homburg bastelte verschiedene Schuhkartons zum Projekttitel „Wir träumen uns für unsere Schule der Zukunft...“. Die Schülerinnen und Schüler bringen Themen wie Recycling, Rückzugsorte bei Prüfungsstress sowie Digitalisierung zur Sprache und zeigen ihre Vorschläge zu Umwelt- und Mobilitätsfragen.

In den Schuhkarton-Modellen träumen die Schülerinnen und Schüler auch von neuen Schulfächern. In ihren Träumen lernen sie in der Schule zu Umwelt und Garten, Steuern und Versicherungen oder dem Umgang mit Problemen beziehungsweise Aggressionen durch Meditation.

Hier finden Sie weitere Fotos der Einreichung

Vision im Schuhkarton
„Wir träumen uns für unsere Schule der Zukunft...“
© Kaiserin-Friedrich-Gymnasium Bad Homburg

Die Rehbergschule erhielt einen Sonderpreis für ihren Song „Unsere Schule 2030”. In dem Lied haben die Schülerinnen und Schüler der Klasse 9 unterschiedliche Leitsätze der Nachhaltigkeitsstrategie Hessen thematisiert, die in der Schule bereits aufgenommen und etabliert wurden. Dabei werden zahlreiche Aspekte der Nachhaltigkeit angesprochen, wie „wir halten zusammen“, die Chancengleichzeit, die Vielfalt, das Bunte, aber auch der ressourcenschonende Umgang. Auch Projekte wie die Unterstützung des Weltladens oder das Bienenprojekt werden erwähnt. Im Refrain heißt es: „Wir sind eine Schule mit einer Vision“.

Unsere Schule mit einer Vision