Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE)
BNE versetzt Menschen aller Altersgruppen in die Lage, abzuschätzen, wie sich das eigene Handeln auf jetzige und kommende Generationen, auf Menschen und Umwelt in allen Teilen der Welt auswirkt. BNE sensibilisiert für die Bedeutung von verantwortlichem Handeln zum Schutz der Umwelt, für eine gerechte Gesellschaft, eine nachhaltige Wirtschaft und für Respekt der kulturellen Vielfalt. Mit diesem Wissen können Menschen informierte, nachhaltige Entscheidungen zu treffen.
Regierungen, Organisationen, Unternehmen, Wissenschaft, Bildungsinstitutionen, Bürgerinnen und Bürger – alle sind gefordert: Wie wir leben und arbeiten, wirkt sich in ganz unterschiedlicher Weise auf Umwelt, Klima, Ressourcen und biologische Vielfalt aus – in unserem unmittelbaren Lebensumfeld, aber auch weltweit. BNE ist ganzheitliche und werteorientierte Bildung, die – anknüpfend an die eigene Lebenswelt – Wissen vermittelt und Kompetenzen stärkt: Verantwortung für nachhaltige Entwicklung zu übernehmen und das eigene Handeln danach auszurichten, das ist das Ziel von BNE.
BNE in Hessen
Nachhaltigkeit ist in Hessen Verfassungsziel. Das Land orientiert sich bei der Umsetzung seiner Bildungsmaßnahmen am Nationalen Aktionsplan BNE. Selbstverständlich bezieht es dabei die UN- Agenda 2030 mit ihren 17 Zielen für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals, kurz SDGs) und das weltweite Aktionsprogramm "BNE 2030" mit ein.
Vielfältige Bildungsprojekte
Das Hessische Landwirtschafts- und Umweltministerium ist für die BNE im Bereich des non-formalen, außerschulischen Lernens zuständig. Die Bildungsprojekte verbinden die vielfältigen Themen des Landwirtschaftsministeriums systematisch und vermitteln sie zielgruppengerecht an Kinder, Jugendliche und Erwachsene: von Abfall, Biodiversität, Boden, Klimaschutz, Landwirtschaft, Ressourcenschutz, Wald und Wasser bis hin zu Ernährung und Verbraucherschutz.
Die vielfältige Angebote zur Klimabildung wie z.B. die Lernwerkstatt Klimawandel, die Bildungsmaterialien des Schuljahres der Nachhaltigkeit, die Werkstatt Ernährung oder Bauernhof als Klassenzimmer werden auf dem hessischen Portal zur Klimabildung vorgestellt.
Auch in der ältesten Umweltkampagne des Landes "Sauberhaftes Hessen" wird künftig ein Schwerpunkt auf Bildungsangeboten liegen.
Landesweit vernetzt
Die hessischen Klimabildungslandschaften, die regionalen BNE-Netzwerke und das Netzwerk Schulgärten in Hessen sind landesweite Bildungsnetzwerke mit Vereinen, Verbänden, Wirtschaft und Wissenschaft. Sie bringen unterschiedliche Expertisen und Erfahrungen in BNE-Angeboten ein und bilden die Plattformen für den Austausch der Bildungsakteure.
Schulen werden durch ein landesweites Netzwerk unterstützt: So werden die mehr als 230 Umweltschulen seit mehr als fünfzehn Jahren von elf Umweltbildungseinrichtungen bei BNE-Projekten beraten. Das Schulnetzwerk unter der Dachmarke „Nachhaltigkeit lernen in Hessen“ bündelt weitere BNE-Auszeichnungen und fördert den Austausch der Labelgeber. Und auch die Multiplikatorinnen und Multiplikatoren der Waldpädagogik unterstützen Schulen.
Mit den Umweltschulen, den regionalen BNE-Netzwerken und dem Multiplikatorennetzwerk vom Schuljahr der Nachhaltigkeit wurden drei hessische BNE-Netzwerkprojekte von der UNESCO im Rahmen des Weltaktionsprogramms als gute Beispiele für die strukturelle Verankerung von BNE ausgezeichnet.
Pädagogische Qualität: BNE-Zertifizierung
Alle Projekte der BNE stellen einen hohen Anspruch an die pädagogische Qualität. Die Entwicklungen in den Themenfeldern und in den pädagogischen Methoden erfordern eine kontinuierliche Weiterentwicklung der BNE-Anbieter. Diese wird durch die konsequente Zertifizierung von Bildungsträgern durch ein von vier Ministerien getragenes System mit klaren Qualitätskriterien gesichert.
Weiterleitungen im Überblick
Netzwerk Schulgärten in Hessen
Nachhaltigkeit lernen in Hessen
Zertifizierung von Bildungsträgern
Kontakt
Referat Bildung für nachhaltige Entwicklung
E-Mail: bne@landwirtschaft.hessen.de