Partnerunternehmen der Biologischen Vielfalt in Hessen

Artenpatenschaft vogelfreundliches Betriebs- gelände

Gemeinsam unter einem Dach: Hessische Betriebe machen mit beim Vogelschutz
Der urbane Raum wird zusehends und in stärkerem Maße von Vögeln als Lebensraum genutzt. Wir müssen nicht unbedingt aufs Land, wenn wir Natur erleben möchten! Tatsache ist, dass sich die Natur und die Vogelwelt in der Stadt vielerorts sogar leichter entfalten können, als in Feld und Flur. Wenn wir eine flächenbezogene Hitliste der Artenvielfalt aufstellen, dann rangieren Städte ganz weit oben. Viele hessische Städte sind heute »grün«. Man hat rechtzeitig erkannt, dass Waldbereiche, Park- und Grünanlagen sowie Gärten für die Menschen der Stadt essentielle Lebensbereiche sind. Es gibt aber auch noch viel Potenzial u. a. bei der natur- und vogelfreundlichen Gestaltung von Betriebsgeländen.

Bauwerke für Menschen - und Vögel

Die Siedlungs- und Bautätigkeit des Menschen haben Lebensräume von Pflanzen und Tieren eingeschränkt. Viele Arten fanden jedoch als Siedlungsfolger im menschlichen Wohnumfeld neue Lebensmöglichkeiten. Wobei nicht nur der Siedlungsraum, sondern oft die Gebäude selbst von zahlreichen Vogelarten als (Teil-) Lebensräume genutzt wurden. Je nach Alter, Architektur und verwendeten Baumaterialien können Bauwerke als Felsbrutplatz-Ersatz für Vögel dienen. Bei manchen dieser Arten kommt das auch in ihrem Namen zum Ausdruck: Hausrotschwanz und Turmfalke, Mauersegler (Haussegler), Mehlschwalbe (Hausschwalbe) oder Dohle (Turmrabe). Diese Arten teilen schon seit langer Zeit Haus und Hof mit uns Menschen und genießen uraltes Wohnrecht.

Jedoch gibt es in den modernen Siedlungsräumen heute auch Probleme mit dem Vogelschutz: z. B. durch großflächig verspiegelte Glasfassaden (Anflugverluste), durch die energetische Sanierungen von Gebäuden (Brutplatzverlust) und auch durch die naturferne Gestaltung von Freiflächen. Mit etwas gutem Willen lässt sich allerdings ein Nebeneinander von Mensch und Vogel leicht ermöglichen.

Welche Arten bei uns vor allem an Gebäuden und deren Umfeld vorkommen, erfahren Sie in unserer Broschüre ab Seite 19.

Wie kann das Unternehmen zum Vogelschutz beitragen?

Firmeninhaber und Unternehmer sollten sich bewusst sein, dass ihre Betriebsanlagen keine lebensfeindlichen Bereiche sind und sich der Schutz der Natur nicht nur auf Naturreservate und Schutzgebiete beschränkt, sondern auch auf das direkte Umfeld in unseren Dörfern und Städten. In diesem Zusammenhang hat vor allem der Erhalt und die Förderung von gebäudebrütenden Vogelarten Bedeutung.  Tipps, wie Sie Ihr Firmengelände vogelfreundlicher gestalten können, finden Sie in der Broschüre ab Seite 22.

 

Wer kann weiterhelfen?
Staatliche Vogelschutzwarte für
Hessen, Rheinland-Pfalz und Saarland
Steinauer Str. 44
60386 Frankfurt am Main
069-420 105 0
info@vswffm.de