Peer Review zum Jubiläum

Foto: Thomas Koch
Foto: Martina Schlenke

Interview mit Thomas Koch
(Thüringer Ministerium für Umwelt, Energie und Naturschutz)


Warum sind Sie bereit, den Peer Review der Nachhaltigkeitsstrategie Hessen mit Ihrer persönlichen Expertise zu unterstützen?

Hessen geht einen eigenen – in der Außenwahrnehmung sehr erfolgreichen – Weg der nachhaltigen Entwicklung. Diesen Weg im Detail zu verstehen und nachzuvollziehen, aus den hessischen Erfahrungen zu lernen und eigene Erfahrungen aus dem Thüringer Weg zu einer nachhaltigen Entwicklung einzubringen und mit den Akteuren zu diskutieren sind die wesentlichen Gründe. 

Nachhaltige Entwicklung lebt vom Austausch mit und zwischen den Akteuren zu guten und zu weniger guten Ergebnissen und den Wegen dorthin. Insofern ist ein Peer Review, wie ihn Hessen erstmals auf Ebene eines Bundeslandes durchführt, eine exzellente Gelegenheit für einen solchen Austausch – und wenn die Hinweise und Empfehlungen der Peers helfen, den hessischen Weg zu einer nachhaltigen Entwicklung noch weiter zu ebnen, wäre das ein schönes Ergebnis.


Gelingt es Ihnen, sich in Ihrem Alltag möglichst „nachhaltig“ zu verhalten?

An einigen Stellen sicher ja, an anderen sicher noch nicht hinreichend. Für mich ist „Nachhaltigkeit“ kein statischer Zustand sondern ein kontinuierlicher Verände-rungsprozess. Diesen transformativ in Verantwortung für eine wachsende Mensch-heit zu gestalten, ist die Herausforderung für jeden und jede Gesellschaft.

Mit der Agenda 2030 sind noch ein paar zusätzliche Aspekte, die für uns in den In-dustrieländern bisher nicht im Fokus standen, auf den Tisch gelegt worden, bei de-nen wir unsere individuellen Möglichkeiten und unsere individuellen Verantwor-tungen noch nicht hinreichend reflektiert haben.


Im Rückblick: Was ist Ihnen von zehn Jahren Nachhaltigkeitsstrategie Hessen in Erinnerung?

„In Erinnerung ist mir ein hoher Grad an Motivation und Mobilisierung in Kommunen, Unternehmen und Nichtregierungsorganisationen geblieben sowie der innovative Ansatz, einen Fonds zu schaffen mit dem Projekte zur nachhaltigen Entwick-lung besonders gefördert werden konnten. Diesen vorbildlichen Ansatz zu verstetigen und zu ergänzen wird Herausforderung für die kommenden zehn Jahre sein.“

 

Hier geht es zur Kurzvita von Herrn Thomas Koch.