Nachhaltige Beschaffung in Hessen

Nachhaltige Beschaffung in Hessen

Das Projekt ist ein Baustein der Nachhaltigkeitsstrategie Hessen. Die Hessische Landesverwaltung bekennt sich damit dazu, ihre Produkte und Dienstleistungen unter konsequenter Anwendung der Kriterien „nachhaltig“ und „fair“ zu beschaffen und diese ständig im Sinne der Nachhaltigkeit zu verbessern.

Daher wurden für die Verwaltung ein Leitbild (siehe unten) und für die Beschaffer „vor Ort“ Produktleitfäden für die Praxis entwickelt. Diese Einkaufshilfen wurden erstmals 2012 im Rahmen des Projektes „Hessen: Vorreiter für eine nachhaltige und faire Beschaffung“ erstellt. Sie enthielten Tipps zur Beschaffung von Bürobedarf, Bürogeräten mit Druckfunktion, Büromöbeln, Computern und Monitoren, Reinigungsdienstleistungen sowie Textilprodukten. In Anbetracht der zwischenzeitlichen ökologischen, technischen als auch rechtlichen Fortentwicklungen haben sie nun eine umfängliche Überarbeitung erfahren. Insbesondere das zum 1. März 2015 in Kraft getretene Hessische Vergabe- und Tariftreuegesetz (HVTG) hat es ermöglicht, öffentliche Auftragsvergaben im Hinblick auf soziale und ökologische Anforderungen sowie Nachhaltigkeit weiter auszugestalten.

Nutzen Sie diese Leitfäden in Ihrer Einkaufspraxis und tragen Sie damit dazu bei, dass Nachhaltigkeit in der öffentlichen Auftragsvergabe eine Gegenwart und eine Zukunft hat. Die überarbeiteten Leitfäden stellen wir Ihnen gerne zum Download bereit. Sie finden diese unten oder hier

 

Weiter wurde durch das Projekt in Zusammenarbeit mit dem Kompetenzzentrum für innovative Beschaffung "KOINNO" und dem Forschungszentrum für Recht und Management öffentlicher Beschaffung der Universität der Bundeswehr in München ein Auswahltool zur Lebenszykluskosten-Berechnung (Tool Picker) erstellt. Die Berücksichtigung der Lebenszykluskosten (LZK) eines Produktes hat den Vorteil, dass bei der Kaufentscheidung nicht nur der (Anschaffungs-)Preis der Ware sondern auch Folgekosten für z.B. Wartung, Verschleißteile und Energieverbrauch berücksichtigt werden. Duch den Tool-Picker wird ein wertvolles Hilfsmittel für eine nachhaltige Beschaffung bereitgestellt, denn in mehr als 50 Prozent der öffentlichen Vergabestellen in Deutschland wird eine LZK-Berechnung noch selten bis gar nicht angewendet. Grund dafür ist vor allem die Unsicherheit vieler Einkäufer, Fehler bei der Berechnung zu machen und dadurch bei der Beschaffungsentscheidung angreifbar zu werden. Abhilfe soll hier der „Tool Picker“ schaffen.

Das Tool kann hier kostenfrei heruntergeladen werden.