Stimmen zum Peer Review

Foto Dr. Ingeborg Niestroy
Foto: ASEF

Interview mit Dr. Ingeborg Niestroy
(IISD - International Institute for Sustainable Development, Brussels)

Warum unterstützen Sie den Peer Review der Nachhaltigkeitsstrategie Hessen mit Ihrem persönlichen Engagement?

„Hessen liegt mir am Herzen! Hessen ist eine Heimat, und Wiesbaden war Schlüssel auf meinem Weg nach Europa. Ich war bei etlichen "Geburten" von Nachhaltigkeitsstrategien beteiligt, und habe Aufwachsen und Erwachsenwerden begleitet. Regionale Nachhaltigkeitsstrategien waren und sind von grosser Bedeutung, und für die jetzige Phase mit den globalen Nachhaltigkeitszielen möchte ich gerne helfen, den Startvorteil Hessens auszubauen, – für sich und andere!“

Was ist Ihr persönlicher kleiner Tipp, um nachhaltige Entwicklung voranzutreiben? / Wie unterstützen Sie selbst nachhaltige Entwicklung?

„Bei der eigenen Lebensweise funktioniert es gut, nach Gefühl zu gehen: Was ärgert mich, was belastet mich, was hätte ich gerne schöner, schlichter, einfacher, klarer, sauberer, ... und wo erreiche ich mit kleiner Mühe viel? Wobei kann ich mit wenig Aufwand oder Umstellung ein "new normal" erreichen? Ausprobieren macht Spass und es gibt eine Welt zu entdecken. Bei mir selbst sind Essen und Abfall solche Bereiche: es tut gut, ohne Verpackung einzukaufen, aus Resten leckere Suppen zu kochen, Biomüll getrennt zu sammeln und somit Abfall in etwas Nützliches zu verwandeln. Am liebsten würde ich alles einem Kreislauf zuführen können und meine Hinterlassenschaften minimieren - "zero waste" als Vision.“

 

Was wünschen Sie der Nachhaltigkeitsstrategie Hessen für die nächsten zehn Jahre?

„Ich wünsche ihr weiterhin den nötigen langen Atem und gleichzeitig neuen Schwung. Beides hat wunderbarerweise einen Energieschub erhalten durch die Annahme der universellen Nachhaltigkeitsziele 2015. Die nächsten 10 Jahre werden also im Chor mit der Weltgemeinschaft stattfinden, und ich wünsche, dass möglichst viel Nutzen daraus gezogen werden kann: zusammen singt es sich besser! Z.B. könnte Hessen mit seinen Partnerregionen eine intensivere Zusammenarbeit zu Nachhaltigkeit aufbauen, und hier auch verstärkt die externe Komponente berücksichtigen: Die Auswirkungen von unserem Leben auf die nachhaltige Entwicklung anderswo und auf globale öffentliche Güter.“

 

Hier geht es zur Kurzvita von Dr. Ingeborg Niestroy.