Kompetenznetz Vitale Orte 2020

Servicestelle Demografie

Verantwortung: Hessen Agentur
Mitarbeit: Regierungspräsidien, Hess. Bauernverband (HBV), Hess. Städte- und Gemeindebund (HSGB), Hess. Akademie der Forschung und Planung im ländlichen Raum (HAL)

Die Servicestelle richtet ihre Angebote in erster Linie an folgende Zielgruppen:
• Kommunalverwaltungen
• Kommunalpolitische Entscheidungsträger
• Regionalmanagements, regionale Aktionsgruppen (LEADER)
• regionale und lokale Akteure; insbesondere Ehrenamtliche „Großgruppen“ wie Sportvereine, Feuerwehr, kulturelle Vereine und Kirchen
• aktive Bürgerinnen und Bürger (im Rahmen von Leitbilddiskussionen; Lokale Agenda 21)

Die Zielgruppen sollen in die Lage versetzt werden, zunächst die Folgen des demografischen Wandels vor Ort zu erkennen und dann gemeinsam mit den lokalen Akteuren aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft, Kultur, aus dem sozialen Bereich u. a. Maßnahmen zu entwickeln und umzusetzen, die geeignet sind, den demografischen Wandel besser zu bewältigen.
 

Aufgaben der Servicestelle

• Information (Best Practice Beispiele, Förderprogramme, Experten)
• Aufbau eines entsprechenden Informationspools
• Vernetzung von lokalen und regionalen Akteuren
• Informations- und Erfahrungsaustausch
• Impulsgebung für Strategieentwicklung
• Modellprojekte und Wettbewerbe
• Koordination des Netzwerks

Der Informationsbedarf im Zusammenhang mit dem demographischen Wandel ist außerordentlich breit und differenziert. Der Informationspool wird schrittweise anhand von thematischen Prioritäten aufgebaut.
 

Beispiele für konkrete Themen der Servicestelle

• Nahversorgung im ländlichen Raum
• medizinische Versorgung
• Angebote für Senioren und Jugendliche
• generationenübergreifende Projekte; insbesondere im Wohnungsbau
• Projekte zur Integration von Migranten
• Innenentwicklung durch Dorferneuerung ; Aktivierung innerörtlicher Potenziale
• Eindämmung des Landschaftsverbrauches; Vermeidung weiterer Zugriffe auf den Außenbereich
• Anpassung/Veränderung dörflicher Gebäude an moderne Wohnansprüche im Widerstreit zwischen Bau- und Denkmalschutzrecht
• Vermeidung unnötiger Mobilität; Stärkung des ÖPNV im ländlichen Raum
• Wasser- und Abwasserver- und -entsorgung in kleinen Ortsteilen
• interkommunale Kooperation

Langfristig umfasst der Informationspool den gesamten Themenkreis des demographischen Wandels. Im Gegenstromprinzip soll aber auch ein Dialog der Akteure und Verantwortlichen des Netzwerks mit Politik, Ministerien und dem Gesetzgeber stattfinden, um die Wirksamkeit von Gesetzen, Verordnungen, Richtlinien und Förderprogrammen zu evaluieren und neue Initiativen anzustoßen.