Mit der richtigen Technik beim Lüften sorgen Sie für Frischluft, ohne dabei Energie zu verschwenden.
Im Winter ist es in vielen Büros oft zu kalt oder zu warm und zu stickig. Dagegen hilft richtiges Lüften! Das Wichtigste bei der richtigen Belüftung ist, kontrolliert zu lüften. Es sollte nur so viel Luft ausgetauscht werden wie nötig, dabei sollten die Räume nicht auskühlen. Wenn zu viel Raumluft nach außen entweicht, entweicht auch zu viel Energie. Achten Sie daher stets darauf, Fenster und Türen nach dem Lüften wieder zu schließen. Hier unsere Energiespartipps zum korrekten Lüften:
Nicht kippen!
Die so genannte „Kipplüftung“ in Kombination mit geöffneten Thermostatventilen (d.h. die Heizung ist an und steht beispielsweise auf drei oder vier) ist leider noch weit verbreitet. Gekippte Fenster sorgen kaum für einen Luftaustausch, sondern kühlen nur die Räume aus. Anstatt die Fenster stundenlang zu kippen, ist kurzes, kräftiges Stoßlüften sinnvoll – es spart Energie und unterstützt Ihre Gesundheit.
Beim Stoßlüften sollten Sie alle zwei bis drei Stunden die Fenster weit öffnen. Einige Minuten reichen bereits aus, um die gesamte Raumluft auszutauschen. Die Frischluft erwärmt sich schnell und das Raumklima bleibt so angenehm. Durch diese Art des Lüftens können Sie in der kalten Jahreszeit eine Menge Energie und Geld sparen.
Thermostatventile schließen
Schließen Sie, kurz bevor Sie lüften, die Thermostatventile der Heizkörper, ansonsten öffnet sich das Ventil aufgrund der sinkenden Zimmertemperatur. Wenn beim Lüften die Raumtemperatur sinkt und die Ventile nicht geschlossen sind, registriert das Thermostat diesen Temperaturabfall, regelt die Temperatur im Raum hoch und die warme Luft entweicht durchs Fenster. Damit das nicht passiert, sollten Sie während des Lüftens die Heizung immer abdrehen!
Nach dem Lüften: Fenster und Türen zu!
Zum Stoßlüften werden die Fenster und eventuell auch die Türen weit geöffnet. Wenn es draußen kalt ist, ist es allerdings sehr wichtig darauf zu achten, dass nach dem Lüften alle Fenster und Türen wieder geschlossen werden. Wie oben bereits erklärt, bringt die Heizung gerade dann mehr Wärme, wenn kalte Luft auf die Thermostatventile trifft. Auf diese Weise wird Energie verschwendet. Dieser Effekt wird bereits durch kältere Luft aus dem Flur oder aus der Küche und auch durch „auf Kipp“ stehende Fenster ausgelöst. Schließen Sie daher nach jedem Stoßlüften die Fenster und immer hinter sich die Tür!
Noch ganz dicht?
Durch Türen oder Fenstern, die nicht ganz dicht sind, droht ein hoher Wärmeverlust. Prüfen Sie daher, ob alle Türen und Fenster in Ihrem Büro dicht sind. Das geht ganz leicht. Prüfen Sie, ob Zugluft durch die Fenster kommt. Ist dies der Fall, sollten Sie die zugigen Stellen oder Spalten z.B. mit Schaumdichtungsband oder Gummidichtungen abdichten lassen. Denken Sie bei Doppelfenstern auch daran, dass nur der innere Flügel abgedichtet wird, da sich sonst Kondenswasser im Scheibenzwischenraum sammelt und Feuchtigkeit entsteht. Ein einfacher und günstiger Trick zum Abdichten: Ein zusammengerolltes Handtuch kann zumindest an der unteren Seite des Fensters Zugluft verhindern. Auch nach dem Abdichten – vergessen Sie das regelmäßige Lüften nicht!


