Der Kaffee am Morgen…
Kaffeemaschinen und Wasserkocher gibt es in jedem Büro.
Kaffeemaschinen stehen entweder zentral in den Teeküchen oder direkt neben dem Schreibtisch im Büro. Oft wird der Kaffee, einmal gekocht, mit der Heizplatte warm gehalten und so durch ständiges Aufheizen unnötige Energie verbraucht. Energie kann gespart werden, wenn sie den heißen Kaffee in eine Thermoskanne umfüllen und die Kaffeemaschine ausschal-ten.
Kaffeemaschinen verbrauchen durch ihr Netzteil auch ausgeschaltet Strom – im Durchschnitt etwa zwei Watt. Dies ist zwar nicht gerade viel, jedoch stehen in Büros oft sehr viele Kaffee-maschinen und so summiert sich der unnötige Stromverbrauch. Ziehen Sie also auch bei der Kaffeemaschine bei Nichtgebrauch den Stecker.
Auch Espressomaschinen für den Hausgebrauch werden in Büros immer beliebter. Bei Espressomaschinen ist es besonders wichtig darauf zu achten, dass die Geräte vom Netz getrennt werden. Im Standby-Modus halten die Maschinen je nach Geräteart in ihrem Tank ständig Wasser bereit – unnötiger Stromverbrauch, der jährlich Kosten von ca. 60 € verursa-chen kann.
Mit Hilfe von Wasserkochern können Sie energieeffizient Wasser aufheizen. Um einen halben Liter Wasser zu erhitzen, benötigt ein Wasserkocher durchschnittlich nur halb so viel Energie wie Herd oder Mikrowelle. Noch effizienter wird es, wenn Sie nur die Menge in den Wasserkocher füllen, die sie für Ihren Tee oder Kaffee benötigen. Sie könnten z.B. erst die benötigte Wassermenge in Ihrer Tasse oder Kanne abmessen und anschließend in den Wasserkocher füllen. So stellen Sie ganz leicht sicher, dass nicht mehr Wasser als benötigt erhitzt wird.
Kühlschrank-Spar-Tuning …
Kühlschränke im Büro.
Im Büro-Kühlschrank lagert die Milch für den Kaffee oder der Joghurt für zwischendurch. Meistens wird nicht viel Platz benötigt und es reicht aus, einen Kühlschrank mit vielen Kollegen zu teilen.
Überlegen Sie als erste Energiesparmaßnahme, ob wirklich alle Kühlschränke, die bei Ihnen in Betrieb sind, tatsächlich benötigt werden. Ein Kühlschrank weniger bedeutet, je nach Effizienzklasse, gleich eine jährliche Energieeinsparung von ca. 135 - 250 kWh und Kostenein-sparungen von bis zu 50 Euro.
Für den möglichst stromeffizienten Einsatz der verbleibenden Kühlschränke sollten Sie folgende Tipps berücksichtigen:
Genau wie bei der Raumwärme ist die richtige Temperatureinstellung im Kühlschrank entscheidend für den sparsamen Betrieb. Das Umweltbundesamt empfiehlt als ideale Kühl-schrankinnentemperatur 7°C. Und auch hier gilt: Jedes Grad niedriger bedeutet einen Mehrbedarf von Energie zwischen 6% - 10%. Oft fehlt im Kühlschrank ein integriertes Thermometer und die Temperatureinstellung erfolgt über ein Rädchen an der Kühlschrankin-nenwand ohne Temperaturanzeige. Es empfiehlt sich daher die Kühlschranktemperatur mit einem Kühlschrank-Thermometer einzustellen, um die optimale Temperatur zu finden. Nutzen Sie also das Kühlschrank-Thermometer aus Ihrem Energiespar-Set und stellen Sie die Temperatur der Kühlschränke auf 7°C ein - der Aufwand lohnt sich!
Auch der Standort des Kühlschranks hat Auswirkungen auf den Stromverbrauch. Um dem Innenraum eines Kühlschranks Wärme zu entziehen, arbeitet üblicher Weise ein Kompressor. Dabei wird nicht nur jede Menge Strom verbraucht, sondern es entsteht auch Wärme, die an die Umgebung abgegeben werden muss. Je höher nun die Umgebungstemperatur ist, desto schlechter kann die Wärme abgegeben werden und desto mehr Energie wird zur Kühlung benötigt. Vermeiden Sie also warme Standorte für Ihren Kühlschrank, wie neben dem Herd, der Heizung oder der Spülmaschine. Ist es nicht möglich einen anderen Standort für Ihren Kühlschrank zu finden, kann auch eine Dämmplatte zwischen Kühlschrank und Wärmequelle helfen.
Außerdem sollte man auf eine gute Belüftung der Schrankrückseite und der Lüftungsschlitze achten und diese nicht zustellen oder verstauben lassen. Ein Wärmestau, der bei schlechter Zirkulation entsteht, kann zu rund 10% mehr Energieverbrauch führen.
Stellen Sie außerdem keine warmen Getränke oder Speisen in den Kühlschrank, sondern lassen Sie diese erst auskühlen. Zur Kühlung der warmen Getränke oder Speisen ist eine größere Kühlleistung erforderlich, und somit wird mehr Energie verbraucht.
Und zu guter Letzt: Tür zu! Öffnen Sie den Kühlschrank so kurz wie möglich, um das Aufwär-men des Kühlschranks durch die Umgebungstemperatur zu verhindern.
Die Kleingeräte…
Standby-Verluste auch in der Teeküche.
Bei Computer oder Monitor ist es klar: Durch die vollständige Netztrennung, zum Beispiel mit Hilfe einer Steckerleiste, lässt sich der unnötige Standby-Verbrauch vermeiden und Strom einsparen.
Wie sieht es aber mit den klassischen Küchengeräten, wie Mikrowellen, Toaster oder Wasserkocher aus? Gerade diese Geräte, ob zu Hause oder im Büro, sind rund um die Uhr am Netz angeschlossen, aber gleichzeitig nur wenige Stunden am Tag im Einsatz.
Lohnt sich das Abschalten? Geräte mit einer digitalen Uhr, Lämpchen oder Leuchtfeld verbrauchen auch dann Strom, wenn Sie nicht genutzt werden. Ein Toaster mit Leuchtanzeige zum Beispiel zieht im Standby-Modus ca. 1Wh Strom – geht man davon aus, dass der Toaster durchschnittlich eine Stunde im Betrieb ist und die restlichen 23 Stunden ungenutzt am Netz hängt ergibt sich ein Stromverbrauch von 8,4 kWh im Jahr (außerdem Kosten von ca. 1,68 Euro und Emissionen von ca. 5,17 kg CO2*), die unnötig verbraucht werden. Angenommen, in den 41 Teilnehmer-Gebäuden des „Energie Cup Hessen“ laufen je 20 Toaster im Standby-Betrieb ganzjährig, rund um die Uhr, summiert sich dieser zunächst kleine Verbrauch auf jährlich verpuffte 7.056 kWh (1.411,20 Euro und 4,346 t CO2*).
Sie sehen: Auch scheinbar kleine Aktionen machen in der Summe Sinn und tragen nicht unwesentlich zum Klimaschutz bei.
Falls Sie sich nicht sicher sind, ob Ihre Geräte tatsächlich einen Standby-Verbrauch haben, können Sie mit Hilfe Ihrer Messgeräte, ganz einfach herausfinden, ob das Abschalten notwendig ist und nachrechnen welche Einsparungen Sie erzielen können.
* Berechnungen basieren auf dem Strompreis von 0,2 €/kWh und dem Emissionsfaktor für Strom von 0,616 kg/kWh: