Unsere Energiespartipps fürs Büro (Standby-Verluste, Heizen + Lüften, Wasser und Beleuchtung) können Sie natürlich auch zu Hause anwenden und so Energie und Wasser einsparen. Unser Februar-Tipp liefert Ihnen darüber hinaus noch weitere Informationen zum Thema Energieeffizienz in Haushalten.
Energieeffizient Waschen…
Ganz einfach.
Wussten Sie dass das 40°C-Waschprogramm gegenüber dem 60°C-Waschprogramm eine Energieeinsparung von ca. 50 % einbringt? Bei normal verschmutzter Wäsche reicht das 40°C-Waschprogramm völlig aus.
Als goldene Regel beim Waschen gilt: Beladen Sie Ihre Waschmaschine immer voll, denn auch bei modernen Maschinen mit Mengenautomatik (1/2 Sparprogrammen) wird mit halb voller Maschine nur 1/3 der Energie und nicht die Hälfte eingespart. Eine volle Wäschetrommel hingegen spart Wasser und Energie.
Ca. 1/3 der deutschen Haushalte besitzt einen Wäschetrockner. Wäschetrockner sollten so wenig wie möglich eingesetzt werden. Häufig sind noch Wäschetrockner mit der Effizienzklasse C im Einsatz und auch im Handel. Deren Stromverbrauch ist enorm: Zum Trocknen von einer Waschladung benötigen diese Wäschetrockner ca. 3,5 kWh. Bei dreimaligen Einsatz in der Woche summiert sich das auf 546 kWh und somit auf Stromkosten von ca. 109 € und einem CO2-Ausstoß von 336 kg im Jahr. Wäsche sollte daher, sofern möglich, an der frischen Luft getrocknet werden - Sie schützen die Umwelt, sparen Geld und schonen außerdem Ihre Kleidung.
Die Energiesparlampe…
Richtig ausgewählt und entsorgt.
Die Energiesparlampe sollte nicht nur im Büro, sondern auch zu Hause ihren Einsatz finden. Auch wenn die Energiesparlampen teurer als herkömmliche Glühlampen sind, die Anschaffungskosten zahlen sich auf Grund der geringeren Folgekosten aus.
Das teilweise schlechte Image der Energiesparlampe hat sich mittlerweile überholt:
- Vorurteil „Kaltes Licht“: In den ersten Jahren der Energiesparlampe waren die erhältlichen Lichtfarben grell und kalt. Mittlerweile finden Sie im Handel Energiesparlampen mit „warmweißer“ Lichtfarbe. Wie warm oder kalt das Licht ist, hängt von der Farbtemperatur ab. Diese wird in Kelvin gemessen. Das gewohnte warmweiße Licht entspricht 2.700 Kelvin. Auf der Verpackung stehen Angaben wie: „warmweiß“, „warm white“, „ww“ „827“ oder „927“.
- Vorurteil „Teuer“: In der Anschaffung ist die Glühlampe billiger als eine Energiesparlampe. Da Energiesparlampen allerdings häufig eine acht Mal längere Lebensdauer haben und zudem nur 1/5 der Energie verbrauchen, rechnet sich die Anschaffung auf Grund der niedrigeren Folgekosten.
- Vorurteil „Geringe Schaltfestigkeit“: Hochwertige Energiesparlampen haben ein elektronisches Vorschaltgerät, so dass die Lampe ca. eine Sekunde nach dem Einschalten flackerfrei startet. Diese Lampen sind extrem schaltfest und es ist daher effizienter, die Lampen auszuschalten und nicht, wie häufig angenommen, brennen zu lassen. Tests haben gezeigt, dass die Energiesparlampe auch bei konstanten aus- und einschalten eine Lebensdauer von 15.000 Betriebsstunden aufweist. Eine Glühlampe hingegen hört schon nach 1.000 Betriebsstunden auf zu brennen.
- Vorurteil „Hoher Energieaufwand in Herstellung und Entsorgung“: Im Gegensatz zu der Glühlampe schneiden Energiesparlampen außerdem besser bezüglich des benötigten Energieaufwands in der Herstellung und Entsorgung ab und sind somit insgesamt als energieeffizient einzustufen.
Wichtig ist es, beim Kauf der Energiesparlampe auf qualitativ hochwertige Produkte zu achten. Nur gute Energiesparlampen erfüllen die wichtigen Kriterien von langer Lebensdauer und Schaltfestigkeit. Greifen Sie daher bei der Energiesparlampe nicht einfach zu, sondern informieren sich vorab, welche Lampe gute Ergebnisse für Ihre Zwecke liefert. Informationen zur richtigen Lampenwahl erhalten Sie z.B. bei Stiftung Warentest (www.test.de).
Besonders wichtig: Energiesparlampen richtig entsorgen
Nur ca. 10,5% der Haushalte entsorgen Energiesparlampen richtig: Energiesparlampen erhalten giftiges Quecksilber und müssen somit fachgerecht recycelt werden. Bitte geben Sie ihre Energiesparlampen daher an Sammelstellen (Wertstoffhöfe, Baumärkte etc.) ab. Die nächste Sammelstelle in Ihrer Nähe finden Sie unter: http://www.lichtzeichen.de/sammelstellen.html.
Standby-Modus…
Auch im Haushalt von Bedeutung!
Immer wieder ist die Rede vom Standby-Verbrauch. Zu Recht, denn schalten wir diesen unnötigen Verbrauch aus, können wir komplett ohne Komfortverlust Energie einsparen. Allein in Deutschland macht der Standby-Verlust 11 % des Stromverbrauchs in Haushalten aus. Im Haushalt ist vor allem die Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik für hohe Standby-Kosten verantwortlich.
Unsere Beispielrechnung zeigt es: Ein alter Fernseher verbraucht im Standby ca. 10 Watt, eine Hi-Fi-Anlage ca. 20 Watt, ein Radio ca. zwei Watt, ein Radiowecker ca. 1,5 Watt und ein DVD Player ca. zwei Watt. Trennen wir diese Geräte zu Hause nicht vom Netz, entstehen beachtliche Kosten von ca. 57,00 € im Jahr.
Gerät Standby-Verbrauch h pro Tag Verbrauch kWh/a Kosten CO2-Emissionen
Standby (0,20€/kWh) (0,616 kg/kWh)
TV 10 Wh 22 80,36 16,07 € 49,50 kg
Hi-Fi 20 Wh 22 160,71 32,14 € 99,00 kg
Radio 2 Wh 23 16,80 3,36 € 10,35 kg
Wecker 1,5 Wh 23,5 12,88 2,58 € 7,93 kg
DVD 2 Wh 22 16,07 3,21 € 9,90 kg
Total 268,81 57,36 € 176,68 kg
Es lohnt sich also auch finanziell, dem Standby-Verbrauch auf die Spur zu kommen!