Wiesbaden, 26. November: Vor der Staatskanzlei leuchtete beschaulich der frisch aufgestellte Weihnachtsbaum des Waldbesitzerverbands – hinter den Fenstern diskutierten angeregt vier der sechs Jugendbeiräte der Nachhaltigkeitsstrategie Hessen mit Ministerpräsident Roland Koch und Umweltministerin Lautenschläger. Zwei Themen standen auf dem Plan: Wie sieht die Schule der Zukunft aus, und wie geht es mit der geplanten Jugendinitiative weiter?
Torben Kruhmann stellte vor, wie sich die sechs Jugendlichen das Schulsystem wünschen: Sechs Jahre soll die Grundschule dauern, damit die Schüler mehr Zeit haben, sich für den richtigen Schulweg zu entscheiden. Statt der bisherigen Haupt- und Realschule gibt es eine praktisch und eine theoretisch orientierte Schule; beide gehen bis zur 10. Klasse. „Das ist neu“, betonte der Ministerpräsident. „Zwei Mittelschulabschlüsse, einer eher praktisch, einer theoretischer – das sind höchst interessante Anregungen, über die wir nachdenken wollen“. Die Ideen gefielen so gut, dass sie mit Experten in der Nachhaltigkeitsstrategie und in der Landesregierung weiterdiskutiert werden sollen.
Verena Walther, Nadja Bohajra und Irfan Bhatti stellten die Ergebnisse des Jugendkongresses Anfang November in Lauterbach vor. „Ich war begeistert von dem Engagement der Teilnehmer“ meinte Verena Walther. Der Jugendkongress sei noch besser gelaufen als im letzten Jahr. „Das lag auch daran, dass wir aus den konkreten Jugendprojekten berichten konnten, die sich aus dem letzten Jugendkongress ergeben haben.“ Sie ist sich sicher: „Das hat überzeugt“. Die Ideen aus Lauterbach für eine Jugendinitiative sollen jetzt weiter ausgearbeitet werden. Dazu will sich der Jugendbeirat auf der Seite „Jugend für Jugend“ konkret engagieren. Das Internet wird bei der Initiative insgesamt eine große Rolle spielen. Ob man ein eigenes Büro für die Initiative braucht, stellte der Ministerpräsident in Frage. „Vernetzung und Austausch können besser über das Web laufen.“ Ministerin Lautenschläger regte an, dass die Werbung für mehr Aktive unter anderem auch über Schüler VZ und Studi VZ gehen sollte. Alle sind sich einig: Eines der großen Themen der Jugendinitiative wird sein, Möglichkeiten zu finden, wie man die Nachhaltigkeitsstrategie bekannt machen kann. Zurzeit sei sie noch zu unbekannt, meinte der Ministerpräsident, „das wollen wir schnellstmöglich ändern.“
